Soziale Medien wollen Orte der Vernetzung sein. Aber Zweifel an diesem Versprechen wachsen: Immer weniger Interaktion, mehr Bots und eine Flut von KI-Inhalten. Die Frage nach Alternativen wird lauter. Welche Zukunft haben soziale Medien?
“Wenn man jedem eine Stimme und Menschen Macht gibt, wird das System meist zu einem wirklich guten Ort.” Als Facebook-Chef Mark Zuckerberg das 2010 in einem Interview mit dem US-Sender ABC sagte, war die Plattform noch relativ jung. Soziale Netzwerke sollten Menschen verbinden, Austausch ermöglichen, neue Freundschaften entstehen lassen – das war zumindest der erklärte Anspruch. Facebook verstand sich, so Zuckerberg, als Plattform, deren “Rolle es ist, den Menschen diese Kraft zu geben”.
Wenn man so zurückblickt auf die erste Zeit von StudiVZ, Facebook & Co, dann was das wirklich cool. Man hat dann alte Schulfreunde wiedergefunden und sich mit denen ausgetauscht. Hat plötzlich mehr von entfernten Verwandten mitbekommen und hatte dann auf Familienfeiern plötzlich Gesprächsthemen (“Ich hab gesehen, du machst jetzt xyz”) und die Mitmenschen sind irgendwie … komplexer geworden. Dann war es eben nicht nur der Typ aus deiner Vorlesung, sondern man hat über seine Posts mehr von ihm erfahren.
Dass Facebook diese menschlichen Verbindungen so gnadenlos eingestampft hat und durch eine Influencer-Firmen-KI-Slop-Welt ersetzt hat, ist wohl einer der größten Verrate der Menschheitsgeschichte.
Facebook vor dem Börsengang war wirklich anders wild. Keine Werbung, keine Influencer, keine Politiker, keine Unternehmen. Einfach nur Leute mit simplen Interessen. Und ein bisschen over-sharing.
Server und Entwicklung wurden noch von Venture-Capital bezahlt, ähnlich wie der ganze KI-Kram heutzutage. Es war aber klar, dass irgendwann jemand mal eine Rendite sehen will.
Also es mag ja etwas anders gewesen sein, aber nur anders scheiße. Facebook war von Beginn an ein Projekt um Daten auszuspähen und (anfangs weibliche Mitstudenten) zu stalken. Das sollte man wirklch nicht verharmlosen.
Wenn man so zurückblickt auf die erste Zeit von StudiVZ, Facebook & Co, dann was das wirklich cool. Man hat dann alte Schulfreunde wiedergefunden und sich mit denen ausgetauscht. Hat plötzlich mehr von entfernten Verwandten mitbekommen und hatte dann auf Familienfeiern plötzlich Gesprächsthemen (“Ich hab gesehen, du machst jetzt xyz”) und die Mitmenschen sind irgendwie … komplexer geworden. Dann war es eben nicht nur der Typ aus deiner Vorlesung, sondern man hat über seine Posts mehr von ihm erfahren.
Dass Facebook diese menschlichen Verbindungen so gnadenlos eingestampft hat und durch eine Influencer-Firmen-KI-Slop-Welt ersetzt hat, ist wohl einer der größten Verrate der Menschheitsgeschichte.
Facebook vor dem Börsengang war wirklich anders wild. Keine Werbung, keine Influencer, keine Politiker, keine Unternehmen. Einfach nur Leute mit simplen Interessen. Und ein bisschen over-sharing.
Server und Entwicklung wurden noch von Venture-Capital bezahlt, ähnlich wie der ganze KI-Kram heutzutage. Es war aber klar, dass irgendwann jemand mal eine Rendite sehen will.
Also es mag ja etwas anders gewesen sein, aber nur anders scheiße. Facebook war von Beginn an ein Projekt um Daten auszuspähen und (anfangs weibliche Mitstudenten) zu stalken. Das sollte man wirklch nicht verharmlosen.