Der Präsident des Verkehrsgerichtstages findet, wer ohne Helm Fahrrad fährt, dürfe nicht damit rechnen, dass er das volle Schmerzensgeld erhält. Dazu verwies er auf ein Urteil in Österreich.
Wenn das nicht der erste Schritt auf dem Weg zur Helmpflicht ist…
Ich hatte tatsächlich angenommen, es ginge hier vorrangig um relevante Probleme.
Da bist du leider nicht die einzige Person.
Der Artikel, der die ganze Debatte angestoßen hat dreht sich explizit um Verletzungen, die durch einen Helm hätten verhindert werden können.
Hast du dazu eine Idee?
Zwischen Fußgängern und Autos gibt es bereits standardmäßig getrennte Infrastruktur. Von wenigen Ausnahmen abgesehen hat jede Straße innerorts, wo die absolute Mehrheit der Fußgänger unterwegs ist, einen Bürgersteig. Es gibt Zebrastreifen Fußgängerüberwege, Unter- und Überführungen …
Kurzgesagt: Für Fußgänger gibt es die Art von dedizierter Infrastruktur, die die Teilnahme am Verkehr sicher(er) machen. Klar, es gibt immer Luft nach oben, aber wenn wir uns auf einer beliebigen großen innerstättischen Kreuzung in Deutschland umschauen, ist es extrem wahrscheinlich auf Infrastruktur zu treffen, die gebaut wurde um Autos und Fußgänger zu trennen.
Fahrräder sind dahingehend “komisch”, dass sie auf der einen Seite sich formal den Raum mit den Autos teilen, wenn es keine dedizierte Infrastruktur gibt, aber andererseits bis auf eine Röhre Stahl o.Ä., die als Knautschzone wirkt, wenig mehr Schutzfunktionen haben als ein Fußgänger. Daher erscheint es mir sinnvoll auf Fahrrädern ein Mindestmaß an Schutz vorzuschreiben, der anders als bei Autos, eben nicht fest verbaut ist.
Hätten wir eine so gut ausgebaute Fahrradinfrastruktur wie die Niederlande, die Autos und Fahrräder genauso trennt wie Autos und Fußgänger, könnte ich mich auch damit abfinden, dass Leute bewusst auf Schutz verzichten, wenn sie diese nutzen. Ganz ehrlich? Ich denke ich würde sogar in den Niederlanden mit Helm fahren. Zumindest so lange bis ich mich an die neue Umgebung gewöhnt hätte. Ich habe hier in Deutschland und sogar in Freiburg, der angeblich fahrradfreundlichsten Stadt Deutschlands zu viele knappe Situationen erlebt, als dass ich direkt darauf verzichten möchte.
Na guck, dann sind wir uns ja in fast allem einig.
Ich glaube weniger als du, dass Helme tatsächlich einen messbaren Vorteil bringen.
Und ich glaube wahrscheinlich mehr als du, dass der Nachteil, dass dann weniger Fahrrad gefahren würde, deutlich überwiegt - für Gesundheit und Umwelt.
@einkorn
Ach so, na dann.
Ich hatte tatsächlich angenommen, es ginge hier vorrangig um relevante Probleme.
Und meine Frage war ernst gemeint. Warum verlangt niemand Helmpflicht für Fußgänger:innen? Hast du dazu eine Idee?
Da bist du leider nicht die einzige Person.
Der Artikel, der die ganze Debatte angestoßen hat dreht sich explizit um Verletzungen, die durch einen Helm hätten verhindert werden können.
Zwischen Fußgängern und Autos gibt es bereits standardmäßig getrennte Infrastruktur. Von wenigen Ausnahmen abgesehen hat jede Straße innerorts, wo die absolute Mehrheit der Fußgänger unterwegs ist, einen Bürgersteig. Es gibt
ZebrastreifenFußgängerüberwege, Unter- und Überführungen …Kurzgesagt: Für Fußgänger gibt es die Art von dedizierter Infrastruktur, die die Teilnahme am Verkehr sicher(er) machen. Klar, es gibt immer Luft nach oben, aber wenn wir uns auf einer beliebigen großen innerstättischen Kreuzung in Deutschland umschauen, ist es extrem wahrscheinlich auf Infrastruktur zu treffen, die gebaut wurde um Autos und Fußgänger zu trennen.
Fahrräder sind dahingehend “komisch”, dass sie auf der einen Seite sich formal den Raum mit den Autos teilen, wenn es keine dedizierte Infrastruktur gibt, aber andererseits bis auf eine Röhre Stahl o.Ä., die als Knautschzone wirkt, wenig mehr Schutzfunktionen haben als ein Fußgänger. Daher erscheint es mir sinnvoll auf Fahrrädern ein Mindestmaß an Schutz vorzuschreiben, der anders als bei Autos, eben nicht fest verbaut ist.
Hätten wir eine so gut ausgebaute Fahrradinfrastruktur wie die Niederlande, die Autos und Fahrräder genauso trennt wie Autos und Fußgänger, könnte ich mich auch damit abfinden, dass Leute bewusst auf Schutz verzichten, wenn sie diese nutzen. Ganz ehrlich? Ich denke ich würde sogar in den Niederlanden mit Helm fahren. Zumindest so lange bis ich mich an die neue Umgebung gewöhnt hätte. Ich habe hier in Deutschland und sogar in Freiburg, der angeblich fahrradfreundlichsten Stadt Deutschlands zu viele knappe Situationen erlebt, als dass ich direkt darauf verzichten möchte.
@einkorn
Na guck, dann sind wir uns ja in fast allem einig.
Ich glaube weniger als du, dass Helme tatsächlich einen messbaren Vorteil bringen.
Und ich glaube wahrscheinlich mehr als du, dass der Nachteil, dass dann weniger Fahrrad gefahren würde, deutlich überwiegt - für Gesundheit und Umwelt.