Wenn das nicht der erste Schritt auf dem Weg zur Helmpflicht ist…

  • 10MeterFeldweg@feddit.org
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    2 months ago

    Es gibt Studien, wonach Autofahrende Menschen auf Fahrrädern enger überholen und weniger Rücksicht nehmen, wenn diese einen Helm tragen.

    Ich selbst trage Helm und meine Kinder auch, weil ich meinen Kopf mag. Ich maße mir aber nicht an, weiteren Menschen vorzuschreiben, dass sie einen Helm tragen müssen. Mir wäre auch eine Infrastruktur am liebsten, bei der ich soweit von Autos getrennt bin, dass ein Helm quasi nicht nötig ist.

    • kampfschwaetzer@social.tchncs.de
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      1 month ago

      @10MeterFeldweg @einkorn Ich fahre jetzt seit etwa 20 Jahren fast alle Wege mit dem Rad. Ja, fahrende Autos sind ein Problem. Stehende Autos sind das aber deutlich häufiger. Und die Anzahl der Stürze wegen “ich musste in den Matsch ausweichen”, “ich musste über den Bordstein fahren (ich weiche auf den Fußweg, nicht auf die Autofahrbahn aus)” und ähnliches ist mein Standardnutzungsfall für den Helm. Nicht, weil ein fahrendes Auto mich umreißt. Davor kommen auch noch verbreckte Radwege, die mich in Kurven wegrutschen lassen.

    • einkorn@feddit.org
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      2 months ago

      Ich maße mir aber nicht an, weiteren Menschen vorzuschreiben, dass sie einen Helm tragen müssen.

      Solange wir eine soziale Krankenkasse haben, in die wir alle einzahlen und aus der unser aller Behandlungen bezahlt werden, maße ich mir an, zu fordern, dass wir einfache Mittel ergreifen, uns zu schützen.

      • 10MeterFeldweg@feddit.org
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        2 months ago

        Alkoholverbot, Tabakverbot, sinnvolle Beschränkungen von Zucker, innerstädtisch Tempo 30

        Das sind so die Sachen, die mir als erste einfallen, die für die Erreichung dieses Zieles wahrscheinlich den größeren Hebel hätten.

        • einkorn@feddit.org
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          2 months ago

          Deine Argumentation entspricht echt deinem Benutzernamen bzw. nennt sich Whataboutism. Wir reden hier über Verletzungen beim Fahrradfahren, nicht darüber wie wir am effektivsten die Krankenkassen entlasten.

          • 10MeterFeldweg@feddit.org
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            2 months ago

            Solange wir eine soziale Krankenkasse haben, in die wir alle einzahlen und aus der unser aller Behandlungen bezahlt werden, maße ich mir an, zu fordern, dass wir einfache Mittel ergreifen, uns zu schützen.

            • einkorn@feddit.org
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              2 months ago

              Ja und?

              Dein sog. Argument ist “Um eine Entlastung der Krankenkassen zu erreichen, ist eine Alkoholverbot […] besser geeignet als eine Helmpflicht”. Ich habe nie behauptet, dass eine Helmpflicht besser dafür geeignet ist.

              Das, was du machst, ist 1:1 das Beispiel auf Wikipedia:

              • Ich: Eine Helmpflicht entlastet die Krankassen.
              • Du: Wir sollten erst eine Alkoholverbot […] einführen, das bringt viel mehr.

              Du lieferst kein Argument gegen meine Aussage, sondern argumentierst gegen etwas, das ich so nie gesagt habe.

              • 10MeterFeldweg@feddit.org
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                2 months ago

                Und btw, Whataboutism vorzuwerfen und im gleichen Satz Ad hominem zu gehen ist schon ein starker Move, aber hey, was solls, ich bin hier in erster Linie zum gelegentlichen Zeitvertreib.

                • einkorn@feddit.org
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                  2 months ago

                  Momomomoment! Den Benutzernamen hast du selbst gewählt und ich habe sachlich dargelegt, warum deine Argumentation zu Deutsch “dumm” ist.

          • montag@friendica.xyz
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            1 month ago

            einkorn hat geschrieben:

            Solange wir eine soziale Krankenkasse haben, in die wir alle einzahlen und aus der unser aller Behandlungen bezahlt werden, maße ich mir an, zu fordern, dass wir einfache Mittel ergreifen, uns zu schützen.

            Ähm, lies Dir bitte noch mal Deine Beiträge in diesem Thread durch, mit dem Krankenkassenargument bist Du angefangen. Und Tempo 30 verringert die Verletzungen beim Radfahren und entlastet nebenbei die Krankenkassen.

            • einkorn@feddit.org
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              1 month ago

              Richtig, das widerlegt allerdings nicht meine Aussage, dass eine Helmpflicht das ebenfalls tut. Ich habe nicht gesagt, dass es die größte Verringerung bringt, da gebe ich euch nämlich vollkommen recht.

              Aber das ist eben der Kern eines Whataboutism: Es wird ein Gegenargument ins Feld geführt, dass mit der eigentlichen Aussage nichts zu tun hat.

      • Pommes_für_dein_Balg@feddit.org
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        2 months ago

        Dann fordere ich aber, dass untersucht wird, ob diese Mittel tatsächlich zu insgesamt weniger Kosten für die Krankenkasse führen, statt irgendeine Maßnahme zu erzwingen, die sich nach Gefühl richtig anhört.
        Und schon fällt die Helmpflicht raus.

      • Ascendor@discuss.tchncs.deOP
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        2 months ago

        Ich fordere, dass Du eine Gasmaske trägst, damit Du durch die schlechte Luft kein Lungenkrebs kriegst. Wir zahlen schließlich in eine soziale Krankenkasse ein.

        • einkorn@feddit.org
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          2 months ago

          Netter Versuch, aber du verdrehst hier gerade Täter und Opfer. Lustigerweise wird mir das ja die ganze Zeit vorgeworfen, das ich von den Autofahrern als tatsächliche Gefahr für Fahrradfahrer ablenke.

          • Ascendor@discuss.tchncs.deOP
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            2 months ago

            Genau das ist doch der Punkt. Die Radfahrenden sind doch auch in aller Regel die Opfer. Der Vergleich ist schon sehr passend:

            Es gibt eine schlechte Grundsituation: A: Schlechter Umweltschutz/Lufreinhaltung. B: Schlechte Verkehrsinfrastruktur/Verkehrsregeleinhaltung. Diese führen zu einer schlechten Gesundheitssituation von Dritten: A: Gesundheitliche Probleme durch schlechte Luft für Leute, die nicht die Fabriken betreiben. B: Unfälle mit entsprechenden Gesundheitsfolgen für Radfahrende, die nicht das Auto steuern und nicht die Verkehrsinfrastruktur verantworten. Und nun sollen diese Opfer sich selbst schützen “für die soziale Krankenkasse”: A: Mit Gasmaske, B: Mit Helm.

            Wo hinkt der Vergleich? BEIDE Forderungen gehen an die Opfer.

        • einkorn@feddit.org
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          1 month ago

          Im ersten Fall reduzieren wir bereits die Attraktivität des Angebots durch hohe Steuern.

          Im zweiten Fall würde ich persönlich das gerne ähnlich machen, aber ich glaube ich muss dir nicht erklären, warum das in Deutschland besonders schwierig wird, oder?

          Die Extremsportler stellen im Gesamtbild höchstwahrscheinloch einen Rundungsfehler da. Das ist so wie bei den sog. Totalverweigeren im Bürgergeld: Es kostet mehr denen auf die Finger zu klopfen, als sie einfach zu ignorieren.