Wenn das nicht der erste Schritt auf dem Weg zur Helmpflicht ist…

  • Pommes_für_dein_Balg@feddit.org
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    24 days ago

    Ja, sie führt zu weniger Kopfverletzungen bei Radfahrern.
    Und zu mehr Schwerverletzten, Schwerkranken und Toten insgesamt.
    Ist halt die Frage, was das Ziel ist.

    Dazu kommt noch, dass es kein Argument pro Helmpflicht gibt, das nicht auch für Fußgänger oder Autofahrer gelten würde.
    Eine Helmpflicht für Autofahrer würde sogar insgesamt mehr Leben retten, und nicht die Attraktivität einer umweltfreundlichen und gesunden Fortbewegungsweise verringern.

    • einkorn@feddit.org
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      24 days ago

      Und zu mehr Schwerverletzten, Schwerkranken und Toten insgesamt.

      Lol, wie denn das?

      • Pommes_für_dein_Balg@feddit.org
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        24 days ago

        Helmpflicht sorgt für weniger Radfahrer. (Man kann jetzt sagen, ach was die sollen sich nicht so haben. Ändert aber nichts an der Realität.)
        Weniger Radfahrer führen dazu, dass Autofahrer weniger gewohnt sind, auf Radfahrer im Verkehr zu achten.
        Dass Kommunen Radwege nicht räumen und streuen.
        Dass weniger sichere Fahrradinfrastruktur gebaut wird.
        Und das führt zu mehr Unfällen mit mehr Schwerverletzten, wobei der Effekt deutlich stärker ist als der positive Effekt der Helmpflicht.

        Weniger Radfahrer führen außerdem zu mehr Herzerkrankungen, Schlaganfällen, etc. weil Radfahren trotz aller Gefahren (auch ohne Helm) insgesamt eine massive positive Auswirkung auf die Gesundheit hat.

        Das alles ist im Lauf der Einführung einer Helmpflicht in Australien wissenschaftlich untersucht worden.

      • 10MeterFeldweg@feddit.org
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        24 days ago

        Es gibt Studien, wonach Autofahrende Menschen auf Fahrrädern enger überholen und weniger Rücksicht nehmen, wenn diese einen Helm tragen.

        Ich selbst trage Helm und meine Kinder auch, weil ich meinen Kopf mag. Ich maße mir aber nicht an, weiteren Menschen vorzuschreiben, dass sie einen Helm tragen müssen. Mir wäre auch eine Infrastruktur am liebsten, bei der ich soweit von Autos getrennt bin, dass ein Helm quasi nicht nötig ist.

        • kampfschwaetzer@social.tchncs.de
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          23 days ago

          @10MeterFeldweg @einkorn Ich fahre jetzt seit etwa 20 Jahren fast alle Wege mit dem Rad. Ja, fahrende Autos sind ein Problem. Stehende Autos sind das aber deutlich häufiger. Und die Anzahl der Stürze wegen “ich musste in den Matsch ausweichen”, “ich musste über den Bordstein fahren (ich weiche auf den Fußweg, nicht auf die Autofahrbahn aus)” und ähnliches ist mein Standardnutzungsfall für den Helm. Nicht, weil ein fahrendes Auto mich umreißt. Davor kommen auch noch verbreckte Radwege, die mich in Kurven wegrutschen lassen.

        • einkorn@feddit.org
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          24 days ago

          Ich maße mir aber nicht an, weiteren Menschen vorzuschreiben, dass sie einen Helm tragen müssen.

          Solange wir eine soziale Krankenkasse haben, in die wir alle einzahlen und aus der unser aller Behandlungen bezahlt werden, maße ich mir an, zu fordern, dass wir einfache Mittel ergreifen, uns zu schützen.

          • 10MeterFeldweg@feddit.org
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            24 days ago

            Alkoholverbot, Tabakverbot, sinnvolle Beschränkungen von Zucker, innerstädtisch Tempo 30

            Das sind so die Sachen, die mir als erste einfallen, die für die Erreichung dieses Zieles wahrscheinlich den größeren Hebel hätten.

            • einkorn@feddit.org
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              24 days ago

              Deine Argumentation entspricht echt deinem Benutzernamen bzw. nennt sich Whataboutism. Wir reden hier über Verletzungen beim Fahrradfahren, nicht darüber wie wir am effektivsten die Krankenkassen entlasten.

              • montag@friendica.xyz
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                23 days ago

                einkorn hat geschrieben:

                Solange wir eine soziale Krankenkasse haben, in die wir alle einzahlen und aus der unser aller Behandlungen bezahlt werden, maße ich mir an, zu fordern, dass wir einfache Mittel ergreifen, uns zu schützen.

                Ähm, lies Dir bitte noch mal Deine Beiträge in diesem Thread durch, mit dem Krankenkassenargument bist Du angefangen. Und Tempo 30 verringert die Verletzungen beim Radfahren und entlastet nebenbei die Krankenkassen.

                • einkorn@feddit.org
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                  23 days ago

                  Richtig, das widerlegt allerdings nicht meine Aussage, dass eine Helmpflicht das ebenfalls tut. Ich habe nicht gesagt, dass es die größte Verringerung bringt, da gebe ich euch nämlich vollkommen recht.

                  Aber das ist eben der Kern eines Whataboutism: Es wird ein Gegenargument ins Feld geführt, dass mit der eigentlichen Aussage nichts zu tun hat.

              • 10MeterFeldweg@feddit.org
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                24 days ago

                Solange wir eine soziale Krankenkasse haben, in die wir alle einzahlen und aus der unser aller Behandlungen bezahlt werden, maße ich mir an, zu fordern, dass wir einfache Mittel ergreifen, uns zu schützen.

                • einkorn@feddit.org
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                  24 days ago

                  Ja und?

                  Dein sog. Argument ist “Um eine Entlastung der Krankenkassen zu erreichen, ist eine Alkoholverbot […] besser geeignet als eine Helmpflicht”. Ich habe nie behauptet, dass eine Helmpflicht besser dafür geeignet ist.

                  Das, was du machst, ist 1:1 das Beispiel auf Wikipedia:

                  • Ich: Eine Helmpflicht entlastet die Krankassen.
                  • Du: Wir sollten erst eine Alkoholverbot […] einführen, das bringt viel mehr.

                  Du lieferst kein Argument gegen meine Aussage, sondern argumentierst gegen etwas, das ich so nie gesagt habe.

          • Ascendor@discuss.tchncs.deOP
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            24 days ago

            Ich fordere, dass Du eine Gasmaske trägst, damit Du durch die schlechte Luft kein Lungenkrebs kriegst. Wir zahlen schließlich in eine soziale Krankenkasse ein.

            • einkorn@feddit.org
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              24 days ago

              Netter Versuch, aber du verdrehst hier gerade Täter und Opfer. Lustigerweise wird mir das ja die ganze Zeit vorgeworfen, das ich von den Autofahrern als tatsächliche Gefahr für Fahrradfahrer ablenke.

              • Ascendor@discuss.tchncs.deOP
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                24 days ago

                Genau das ist doch der Punkt. Die Radfahrenden sind doch auch in aller Regel die Opfer. Der Vergleich ist schon sehr passend:

                Es gibt eine schlechte Grundsituation: A: Schlechter Umweltschutz/Lufreinhaltung. B: Schlechte Verkehrsinfrastruktur/Verkehrsregeleinhaltung. Diese führen zu einer schlechten Gesundheitssituation von Dritten: A: Gesundheitliche Probleme durch schlechte Luft für Leute, die nicht die Fabriken betreiben. B: Unfälle mit entsprechenden Gesundheitsfolgen für Radfahrende, die nicht das Auto steuern und nicht die Verkehrsinfrastruktur verantworten. Und nun sollen diese Opfer sich selbst schützen “für die soziale Krankenkasse”: A: Mit Gasmaske, B: Mit Helm.

                Wo hinkt der Vergleich? BEIDE Forderungen gehen an die Opfer.

          • Pommes_für_dein_Balg@feddit.org
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            24 days ago

            Dann fordere ich aber, dass untersucht wird, ob diese Mittel tatsächlich zu insgesamt weniger Kosten für die Krankenkasse führen, statt irgendeine Maßnahme zu erzwingen, die sich nach Gefühl richtig anhört.
            Und schon fällt die Helmpflicht raus.

            • einkorn@feddit.org
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              23 days ago

              Im ersten Fall reduzieren wir bereits die Attraktivität des Angebots durch hohe Steuern.

              Im zweiten Fall würde ich persönlich das gerne ähnlich machen, aber ich glaube ich muss dir nicht erklären, warum das in Deutschland besonders schwierig wird, oder?

              Die Extremsportler stellen im Gesamtbild höchstwahrscheinloch einen Rundungsfehler da. Das ist so wie bei den sog. Totalverweigeren im Bürgergeld: Es kostet mehr denen auf die Finger zu klopfen, als sie einfach zu ignorieren.